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24. Juli 2008: Stefan Politze zu Besuch bei TUIfly

Gemeinsam haben Landtagsabgeordnete der SPD aus der Region Hannover TUIfly am Flughafen Hannover-Langenhagen besucht. Auf Initiative des Langenhagener Abgeordneten Marco Brunotte führten sie ein Gespräch mit dem Betriebsrat und besichtigten das Tourismusunternehmen, das zur TUI-Gruppe gehört.
Hans-Dieter Rüster, Vorsitzender des Betriebsrats von TUIfly, stellte den Abgeordneten das Unternehmen vor. Insgesamt beschäftigt TUIfly mehr als 2000 Mitarbeiter, davon arbeitet ungefähr die Hälfte am Unternehmenssitz in Langenhagen. „Mit 48 Flugzeugen und jährlich 12,5 Millionen Passagieren sind wir die drittgrößte deutsche Airline“, sagte Hans-Dieter Rüster. Für die TUI-Gruppe koordiniert TUIfly vom Flughafen Hannover-Langenhagen 160 Flugzeuge. In Langenhagen sei nicht nur die Verwaltung, sondern auch die Wartung der Flugzeuge angesiedelt. Die Hapag-Lloyd Fluggesellschaft wurde im Jahr 1972 gegründet und entwickelte sich schnell zu einer der führenden deutschen Ferienfluggesellschaften. Am 3. Dezember 2002 startete die erste Boeing 737 von Hapag-Lloyd Express (HLX), der Niedrigpreis-Airline der TUI AG. Beide Unternehmen hatten seit Gründung ihren Sitz am Flughafen in Langenhagen. TUIfly ist im Sommer 2007 aus der Zusammenführung von Hapag-Lloyd Express (HLX) und Hapagfly hervorgegangen. „Wir gehören zur TUI Travel PLC in London, an der die TUI AG als weltgrößter Touristikkonzern mehrheitlich beteiligt ist“, berichtete Rüster, „und bedienen mit unseren Flugzeugen ein Streckennetz von rund 80 Zielen in 17 Ländern.“ Besondere Sorgen bereiten TUIfly die steigenden Ölpreise. An den Gesamtkosten macht Kerosin 25 Prozent aus, während die Personalkosten bei 10 Prozent liegen. Seit 2007 laufen Verhandlungen zwischen TUI und der Lufthansa mit dem Ziel die jeweiligen Töchter Germanwings und Eurowings sowie TUIfly zu fusionieren. Auch eine Einbeziehung der Fluglinie Condor, die zum Arcandor-Konzern gehört und an der die Lufthansa 24,9 Prozent hält ist ein Thema. „Wir befürchten, dass bei einer Fusion, die wirtschaftlich notwendig ist und die viele Vorteile für uns hätte, viele hochqualifizierte Arbeitsplätze von Langenhagen nach Köln verlagert werden“, sagte Hans-Dieter Rüster. In Köln hat Germanwings seine Unternehmenszentrale. Die SPD-Landtagsabgeordneten aus der Region Hannover sehen die weitere Entwicklung des Flughafens Hannover-Langenhagen eng mit der Zukunft von TUIfly verbunden und sagten die Unterstützung der Sozialdemokraten zu: „Wir werden uns für den Standort und die Beschäftigten stark machen. Bei einer Fusion der Airlines müsse ein Personalabbau in Langenhagen verhindert werden. Das neue Unternehmen müsse sich seiner Verantwortung für die Arbeitnehmer und der langen Tradition am Standort bewusst sein."
Die Besuchsgruppe der SPD mit Mitgliedern des Betriebsrats im Hangar vor TUIfly am Flughafen Hannover-Langenhagen

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